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| Belize, ein neues Segelrevier stellt sich vor: Auszug aus unserem Logbuch |
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| Montag 14. Juni 2004 | ![]() |
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| Flugankunft in Huston, größere Warteschlange
bei Emigration ca. 1.000 Personen da kein Transitraum vorhanden. Air France war behilflich und ermöglichte uns die Warteschlange zu umgehen. Danach Gepäck abholen und neu einchecken bei Taca. Erneute Wartschlange bei Securitykontrolle. Ohne abermaliger Hilfe von Taca Air hätten wir unseren Flieger verpasst. Ubermüdet in Belize City angekommen nahmen wir uns ein Taxi in das Princess Hotel. Nach einer guten Dusch, Essen im Fischrestaurant bei Marina, super Lobster!!! |
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| Dienstag 15. Juni 2004 | ![]() |
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| Taxi zum Nationalen Airport 10 Minuten vom Hotel entfernt. Maya Island Air Flüge mit zwei Zwischenstops (Belize International, Dangriga) nach Placencia. Taxi vom Flughafen zur Basis. Yacht war mittag fertig. 2-stündiges Briefing, danach Yachtbezug. Hinterher einkaufen mit zig Plastiktüten, da der Supermarkt nur die Bestellung zum Schiff liefert, wenn man dort Getränke kauft. Nach Erhalt aller Sachen gingen wir herrlich Abendessen (Monkey Place). |
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| Mittwoch 16.06.2004 | ||||||||
| Basismanagerin anwesend, Yacht auftanken, Kaution zahlen
und auslaufen nach Lagoon Cay. Ankerplatz rollt, Anker hält sehr schwer. |
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| Donnerstag 17.06.2004 | ||||||||
| Weiter nach Pelikan Cay, schöner kleiner Sandstrand.
Sehr guter Ankerplatz für mehrere Schiffe. Funk an Moorings bezüglich Ankerwinschproblem. Nach 3 1/2 Stunden brachte Moorings eine neue Nuss und Kette. Jetzt funktioniert es wieder. Weiterfahrt via Blue Ground Range (Mangroven) nach South Water Cay. Super Sandstrand, sehr gepflegt. |
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| Freitag 18.06.2004 | ||||||||
| Segeln nach Garbutt Cay, kleiner allerdings koralliger Sandstrand. Abenteuer mit einheimischen Fischern. Ankerversuche bei Tobacco Cay. Wetter bewölkt, Wind 10 Knoten. Retour zum South Water Cay, Abendessen und Übernachtung dort. |
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| Samstag 19.06.2004 | ![]() |
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| Wetter bewölkt, leichter Regen, 5 Knoten Wind. Nach unzähligen Mangroveninseln die nichts hergeben, versuchen wir unser Glück im Süden, wo man uns Sandstrände versprochen hat. Blitz, Donner und Regenschauer ließen uns zwischen den Riffen zeitweise stoppen, da wir nichts mehr sahen. Erfolgreich auf der Suche nach Palmen und Sandstränden ankerten wir im Gewitter vor Rendevous Island. Viele Mosquitos auf der Insel ließen uns bald wieder flüchten. Die Inseln, zur Hälfte Palmen - Strandbesuch erlaubt. Die andere Hälfte extrem durch Hurrikan zerstört. In der Lagune unzählige Seesterne, 1 Rochen und 2 kleine Haie gesehen. Durch ein Wirr Warr teils gut oder schlecht beschriebener Riffe setzten wir unsere Fahrt fort bis Hatched Cay – einer wunderschönen Palmeninsel – leider in Privatbesitz aber betreten erlaubt! Mantas gesehen und Inselbesuch gemacht. Moorings per Funk VHF einen schönen Abend gewünscht. Endlich wieder Sonne! Wind 8 KNT, 30 Grad. |
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| Sonntag 20.06.2004 | ![]() |
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| Nach heftigen Gewittern in der Nacht mit mehrmaliger Ankerkontrolle
in der früh wieder Gewitter mit starken Regenschauern, ging es weiter
zu den Queen Cays. Die nördlich vom Hurrikan zerstört, die südlichen 2 sehr schön und sind diversen Sandy Island´s in der Karibik sehr ähnlich. Weiter zu Little Water Cay. Leider vom Hurrikan verwüstet. Danach nach Pompion Cay. Sehr schöner poolähnlicher Ankerplatz, schöner Strand, leider ein Schild privat! Weiter nach Ranguana Cay, ein Traum. Sandstrände, Palmen, Pelikane und eine Kneipe. Schlecht haltende Ankergründe aber zwei Ankerbojen vorhanden. Bar und kleines Restaurant. Nächstes Jahr sollen noch weitere 8 Bojen hinzukommen. Viele Delphine zwischen Pompion und Ranguana, die uns eine halbe Stunde begeisterten. Endlich haben wir etwas Wind, 12 Knoten. Segeln mit 5 Knoten Speed Richtung Placencia zum Auftanken um Abends Fisch im Monkey Place zu essen und morgen unseren geplanten Landausflug ins Jaguarreservat und zu den Maja Stätten zu machen. |
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| Montag 21. Juni 2004 | ![]() |
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Taxi gemietet, verhandelt für U$D 300 inkl. Fahrer.
Durch Zufall haben wir Shanon (Rastaman von Moorings, der das Briefing
machte) auf der Straße aufgelesen und er begleitet uns. Gott sei
Dank, denn unser Fahrer war nur Fahrer und sonst ahnungslos. |
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| Dienstag 22.06.2004 | ||||||||
| Die Inseln des Südens standen auf dem Programm. Wasser
musste nachgefüllt und letzte Einkäufe getätigt werden.
Bei Sonnenschein, 17 Knoten Wind aus 60 Grad mit 7,5 – 8 Knoten Fahrt
Richtung Sapodilla Cays. Die erst Insel die wir anliefen, North East Sapodilla
ließ uns gleich wieder davon laufen. Eine Horde von Fischern haben
diese Insel bzw. den Strand davon in eine stinkende Müllhalde verwandelt. Schade !!! Zweite Insel am Ankerplatz Gras bewachsen, schlechter Ankerhalt. Frank´s Cay: Optisch paradiesisch - dennoch segelten wir eine Insel weiter zur Nicolas Cay, wo wir guten Ankerhalt fanden. Erschöpft nach einem tollen Segeltag fielen wir glücklich in unsere Kojen. |
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| Mittwoch 23.06.2004 | ![]() |
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| Dinghybesuch von Nicholas Cays. Schöner Sandstrand
mit 22 Bungalowanlagen, die nie fertiggestellt wurden, da den Besitzern
die finanziellen Mittel ausgingen. Dementsprechend verwarlost bei genauerem
Betrachten. Weiter ging es mit dem Dinghy zurück zu Frank´s Cay, denn diese Insel fehlte uns noch. 2 Bungalows, ein Restaurant der primitivsten Art und der Strand akzeptabel. Der ganze Müll der Karibik wird hier angeschwemmt und nur teilweise beseitigt. Mittags zurück zum Schiff. Beim gemeinsamen schnorcheln – Papageihfische – entdeckten wir, dass sich der Anker über einem Korallenstock verfangen hatte. Was tun ??? Ein hier Lobster tauchender Fischer half uns, den Anker wieder frei zu bekommen. Als er danach zu uns zum Boot kam, entdeckten wir in seinem Kanu einen frischen Red Snapper, den ließen wir uns gleich für den Abend filettieren. Gefragt, was er für Tauchdienst und Fisch von uns bekomme meinte er, das Cola sei schon genug, aber 1 Zigarette wäre super. Wir plauderten 20 Minuten mit Ihm über alles mögliche und wir schenkten ihm ein Päckchen Zigaretten zum Abschied. Er war überglücklich und morgen gibt es von ihm Lobster. Sein Name war Robert. Bei einem Sundowner unter guter Musik freuen wir uns schon auf unser nächstes Abendessen. Ein Ankernachbar, ein Weltumsegelnder Franzose hat uns besucht und wir plauderten längere Zeit miteinander. |
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| Donnerstag 24.06.2004 | ![]() |
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| Regengüsse und Gewitter in der Nacht. Anker hat super
gehalten. Umlaufende Winde und Gewitter ließen ein Verlassen der
Yacht nicht zu. Mittags wurde die Situation besser und wir erkundeten per Dinghy die noch fehlenden Inseln: Hunting Cay: Schöner Sandstrand, Polizeistation, Militärbasis und Zeltcamp von Calypso Tours. Eine Festmacherboje! Lime Cay: ungepflegte Insel, viel Strömung beim Sandstrand. 3 Fischer leben auf der Insel. Eine Festmacherboje. Die Leuchtturminsel, Sapodilla Cay ließen wir aus. Nachmittag brachte uns Robert die versprochenen 2 Lobster. Stück U$D 10 inkl. Entschalung wurden sofort eingekühlt - ein fantastisches Essen. Abends schwere Gewitter mit über 30 Knoten Wind. Ankerwache bis 23.30 Uhr, danach beruhigte sich das Wetter. PS.: unser zweites Brot in der Bratpfanne gebacken. Super, da das örtliche Brot wieder nach 2 Tagen schimmelte. |
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| Freitag 25.06.2004 | ![]() |
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| Robert besuchte uns in der Früh um Lebe wohl zu sagen.
Haben für Ihn 2 Geschenke für das nächste Mal erdacht. Ein
Tauchmesser, Neoprenfüsslinge Größe 7 und haben Ihm noch
den Restvorrat an Aspro gegeben. Hat uns eine kleine Perle vor der Conchmuschel
zum Kauf angeboten. Bei Windstille haben wir unseren sicheren Ankerplatz verlassen um in Richtung Monkey River Town unsere Reise fortzusetzten. Der Wind nahm zu 20 – 25 Knoten, wir erreichten am späten Nachmittag nach herrlichem Segeln unseren neuen Ankerplatz im Schutz von Big Monkey Cay. Kontakt zu Ralf Züniga aufgenommen, der uns am nächsten Morgen um 7 Uhr in der Früh zur erwarteten Monkey River Tour abholen wird. Sind schon sehr gespannt. Wetter heiß wie immer, aber leider am nachmittag durchgehend bewölkt und sehr viel Wind. Sundowner – Spaghetti – gute Nacht, da der Wecker um 6 Uhr Früh scheppert. |
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| Samstag 26.06.2004 | ![]() |
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| 6 Uhr Wecker, Abholung durch Ralph, pünktlich um 7
Uhr zur Monkey River Flussfahrt. U$D 40 / Person. Was haben wir gesehen: Affen, Leguane, Krokodile, Schildkröten, Fledermäuse und viele verschiedene Vögel. Ein sehr toller und beeindruckender Tag. Die Fauna und Flora entlang dieser Flüsse ist ein tropischer Dschungel der seines Gleichen sucht. Auch gibt es Jaguare und Schlangen. Unser Führer hat ein selten gutes Auge für die Tierwelt gehabt und uns seinen Lebensraum fantastisch erklärt. Das Dorf gleicht einem Elendsviertel und sah fürchterlich aus. Zurück auf unserem Schiff mussten wir uns erst einmal erholen um am späten nachmittag unter Maschine die Bucht von Placencia anzulaufen. Hier liegt es sich wesentlich ruhiger. Im Dorf Placencia war am Abend das berühmte Lobsterfest (einmal jährlich) welches die Bevölkerung von der gesamten Umgebung zusammen kommen lässt. Ein riesen Zelt war aufgebaut, Essensstände mit unergründbaren Grillereien (gut riechend), diverse Ramschbuden und Bierstände versorgten die Bevölkerung, so dass um 20 Uhr bereits 60% der männlichen Bevölkerung dementsprechend „gut“ unterwegs waren. Um 21 Uhr haben wir uns nach einem guten Borrito und diversen Fragezeichen wieder auf unser Schiff zurückgezogen. Fotos wollten wir aufgrund möglicher unerwarteter Reaktionen durch den Blitz keine machen. Wir werden das morgen tagsüber nachholen. PS.: Die Luftfeuchtigkeit ist am Festland wieder extrem hoch. Alles ist klamm und klebt am Körper. |
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| Sonntag 27.06.2004 | ||||||||
| Tag des Herrn, lange schlafen, wolkenlos, langer Strandspaziergang,
letzte Essensreste verbraucht. Anker auf und verholen an den Moorings Pier. Schiffsrückgabe. Besuch vom Lobsterfest, mit einigen Fotos und einigen Bieren. Einpacken, Abendessen. Versuch noch einen letzten Lobster in Ruhe zu genießen dann bald ins Bett, da das Taxi für 06.30 Uhr bestellt ist. THE END |
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| FAZIT: | ||||||||
| Traumhaftes Segelrevier zwischen Festland und Barriereriff
bei maximal 40m Wassertiefe, blaufarben in allen Variationen, sensationelle
Tauchplätze (Walhaie) und die totale Einsamkeit (in 14 Tagen nur 4 andere Yachten gesichtet). Landausflüge und Dschungelausflüge sind ein Muss sowie eine Flussfahrt ins Landesinnere. Wer einen Segelurlaub der “ Besonderen Art “ abseits von vollen Karibikpfaden erleben möchte ist hier genau richtig. Jedoch sollte man nicht zu viele Traumstrände karibischer Art erwarten. Wir empfehlen eine Kombination aus Mexiko-Rundreise und Segeln in Belize. |
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